08.08. 2020

Ein sehr heißer Tag.
Ich schliff die Küchenarbeitsplatte in der Ostwohnung noch einmal mit Stahlwolle glatt und strich sie mit Lasur. Vor zwei Wochen hatte die Zeit nur für eine Schicht gereicht.
Und weil ich gerade so gut dabei war, entkalkte ich eine ständig laufende Klospülung, färbte Handtücher und ein Laken, die Sonnencremeflecken hatten, gelb und baute meinen Mixstab auseinander, der im Inneren Funken produzierte. Hauptsache, ich musste außer Wäsche aufhängen nichts draußen tun.
Am Nachmittag legte ich mich für eine Stunde hin.
Dann machte ich Kartoffel-, Rote Bete- und Zucchinisalat. Die Freunde von ein Dorf weiter kamen zum Grillen.
Nachts saßen wir noch etwas in stille und Dunkelheit, es war noch sehr warm.

07.08. 2020

Ein heißer Tag, die Katzen lagen meist im Schatten.
Ich wusch mehrere Maschinenladungen Wäsche und fuhr das zuammengeharkte Gras weg.
Außerdem beschäftigten sich der Graf und ich mit einem technischen Problem, das erst ganz klein begann. Gasherde haben Düsen, die unterschiedlich große Öffnungen, je nach Gasart und -druck, haben. Man könnte denken, die Dinger sind genormt. Weit gefehlt. Es gibt Exoten, die dann als Ersatzteil beim Hersteller nicht mehr lieferbar sind und auch sonst die berühmte Stecknadel im Heuhaufen darstellen. (M8-Gewinde, Steigung unbekannt, Öffnung 58 zw. 73). Wo zum Teufel bekommt man so was her oder kann man sich das anfertigen lassen?
Abends saßen wir bei den Freunden im Dorf bei Grillwürsten und plauderten.

06.08. 2020

Nach so einer Unterbrechung muss man erst wieder in Tritt kommen. Vor allem, wenn der Nachtschlaf erst um halb 4 beginnt.
Der Graf stellte den Sonnenschirm, den wir letzte Woche gekauft hatten, auf die Terrasse und so war die Hitze aushaltbar.
Ich goß die Topfpflanzen und das Gemüse. Rosenkohl und Grünkohl haben sich durch das Schneckenkorn sichtlich erholt.
Die Triebe von Kürbissen und Tomaten wucherten schon wieder weiter, ich brach sie erneut ab. Es waren die ersten beiden Tomaten reif, die Pflanzen hängen voll. Die ersten Hokkaido-Kürbisse haben Kugelstoßkugelgröße. Von den Zucchini wollen wir gar nicht reden. 4 neue große Monstren, die aussehen wie ovale Wassermelonen.
Nachmittags für wir nach Grimmen ins Versicherungsbüro, das vor 6 Monaten gekaufte Auto darf ja nun nach Zulassung gefahren werden.
Dann recherchierten wir noch ein paar technische Sachen und als die Sonne weg war, harkte ich endlich Gras.
Jetzt bin ich müde.

WMDEDGT August 2020

Frau Brüllen fragt wieder, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Die Frage ist sehr einfach beantwortet: Nichts. In verschiedenen Varianten.

Ich wachte um 8 Uhr auf, (ja, immer noch Berlin) da war der Graf schon seit drei Stunden vom Hof geritten, er hatte woanders zu tun.
Ich kochte Kaffee, ging noch mal ins Bett und kaufte mir, da wir im Wolkenkuckucksheim kein Fetznetz-Internet mehr haben, einen Daypass mit unlimitiertem Datenvolumen. Meine heutige Aufgabe war, zu meinem Vergnügen das Internet leerzulesen.

Gegen 10 Uhr stand ich auf und schaute mir die Gastherme, die mal wieder Malaisen hatte, an. Aber wenn man sie ganz sensibel startete, machte sie einem eine Wanne voll heißes Wasser, was will man mehr?
Ich badete ausgiebig und machte mir schöne Füße.
Zwischen 13 und 14 Uhr zog ich mir mal etwas an und holte mir draußen was zu essen. Ganz wichtig: Ben & Jerrys Peanut Butter Cup. Das Eis gibt es zwar im Norden auch, aber im Rewe in Grimmen war es bisher immer überlagert und mindestens einmal aufgetaut.
Nebenher kaufte ich bei Frau Tulpe Batist für eine Bluse und ein Stück Stoff für ein Stiftmäppchen fürs Enkelkind. In der Hoffnung, ich komme in diesem Leben noch mal zum Nähen.

Ich aß und legte mich wieder mit dem Internet aufs Sofa.
Dann kramte und räumte ich etwas und dann las ich wieder.
So verging der Nachmittag. Der Graf war inzwischen mit seiner Arbeit auswärts fertig und fuhr zurück.

Ich machte eine Mail und eine Fotoauswahl für die Maklerin fertig, die das Sommerhäuschen der Eltern verkaufen soll.

Gegen 20 Uhr räumte ich meine Sachen zusammen und bezog zumindest alibihaft im Gästezimmer das Bett neu. Habe ich heute also doch was gemacht.

Jetzt warte ich mit einem Kaffee auf die Rückkunft des Grafen und dann fahre ich ihn in die Sommernacht nach Norden.
Die Katzen werden mich schon vermissen.

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