26.03.2019

Ein Berlin-Tag. Morgens bis Mittags in Frohnau die Dinge aus der Haushaltsauflösung ins Auto geladen. Erst einmal im Wolkenkuckucksheim gegessen und gebadet und eine Stunde Siesta gemacht.
Dann geputzt und geräumt und schließlich wieder zurück gefahren.

25.03.2019

Vor allem organisiert und geplant: wie die nächsten Wochen in Berlin weitergehen, wie wir die Familie zu Ostern zusammen bringen, was ein Meeting Anfang April bringen könnte und so weiter.
Dann mit Zwischenstopp bei einem Holzhandel in Demmin nach Berlin gefahren. Lange unter der Dusche gestanden und gleichzeitig auf den neuen Boiler, der am Mittwoch kommt, gefreut.
Morgen geht es früh weiter.

24.03.2019

Ein richtiger Sonntag.
Aufgestanden, klein gefrühstückt und ein Mittagessen vorbeireitet. Für einen Salat im Park Giersch, Brennnesselspitzen, Löwenzahn und Scharbockskraut gesammelt. Das Herrenzimmer angeheizt.
Um 12 Uhr kamen die Freunde zum Essen. Den Wildkräutersalat fand ich wohlschmeckend, aber der Gedanke, daß die Brennnesseln womöglich auf der Zunge britscheln könnten, verdarb es mir etwas. Großes Kino war, dass, nachdem alle ihr Grünfutter brav aufgegessen hatten, eine kleine Schnecke über den Tisch kroch. Sie war definitiv auf keinem Teller. Ich schwöre!
Dann noch die Gemarkungen besichtigt, die demnächst maschinell umgegraben werden.
Eigentlich wollte ich nachmittags um 3 dann wieder auf die Leiter, den Rest von gestern weitermachen. Aber es war Sonntag. Wir legten uns auf ein kurzes Nickerchen hin und wachten zwei Stunden später wieder auf.
Dann war es auch egal.

23.03.2019

Der Graf fuhr heute mit der Großehäusermenschengemeinde über Land und ich nutzte die Gelegenheit, den Hof vom kleinen Haus von Gewächsen zu befreien.
Aber zuerst hing ich Wäsche auf.
Dann ging ich vorsichtig in den Hof. Denn die Hühner der Nachbarn scharren noch immer dort und haben ihn gut umgegraben. Die Hühnchen sind recht zutraulich. Der Hahn blies sich mächtig auf und krähte mich böse an. Als ich die Strauchrosen und Holunderbüsche verschnitten hatte und mich in der Schuppenecke dem wilden Wein widmete, hatten wir friedliche Koexistenz. Ich sägte Stränge so dick wie der Abfluss unterm Waschbecken durch, die aufs Dach führten und holte Triebe aus der Dachrinne, die wie ein Dreiviertelzollschlauch aussahen. Dabei erwischte ich nicht mal alles. Ein Teil war unters Wellblechdach gewachsen und tauchte fröhlich an anderen Stellen wieder auf.
Als ich das Gestrüpp mit der Grabegabel quer über den Hof trug, versuchte der Hahn tatsächlich, mich von hinten anzugreifen, er war hier der Boß. Aber wenn ich ihn ansah, hielt er sich zurück.
Ich machte vernünftigerweise Schluß, bevor ich völlig erschöpft war, holte die Wäsche von der Leine, duschte den Dreck ab und freute mich auf den heimkehrenden Gatten.
Wir fuhren mal wieder nach Grimmen zum Einkaufen. Außer uns war nur noch die Dorfjugend da, die sich mit Alk eindeckte. Also nicht nur. Am Gemüsestand frage ein Mädchen einen Jungen völlig perplex: Du willst wirklich einen Salat kaufen???
Zurückgekehrt, bereitete ich in der Küche noch etwas vor und nun wird geschlafen.