Festnetzmüdigkeit

Irgendwann gibt es bei mir den Moment, wo ich mit diesen ganzen Festnetzdrückerkolonnen keinen Geduld mehr habe.
Telefonvertrag ändern und Bandbreite hochsetzen? Kein Problem! Der Vertrag ist da, die Leistung läßt seit Mitte September auf sich warten. Sie wäre dreimal geprüft und „abschlägig beschieden worden“ verplapperte sich mal jemand.
Mit dem Festnetz umziehen? Kein Problem! Bis der Telefontechniker auf dem Absatz umkehrt, denn etwas anderes, als einen bereits liegenden Anschluß neu belegen bzw. durchmessen, ob das klappt, macht er nicht. Auch wenn er nur zwei Drähte zweimal stöpseln und eine Telefondose anbauen muß.
Ok., neuer Versuch in 14 Tagen. Die Telefondose bekommt er von mir spendiert und auch einmal stöpseln. Mal schauen, was passiert und ob er in den Hoheitsgebieten seines Telefonkastens im Keller immer noch nicht den Nippel durch die Lasche ziehen darf.

Ich habe den Eindruck (und da bin ich nicht allein), da läuft eine riesengroße Verarsche. Daß man hinter vorgehaltener Hand gesagt bekommt, daß die Telekom für einen DSL-Breitbandanschluß 30 normale Telefonleitungen plattmachen muß, ist ja als Fakt einleuchtend. Kommunikation geht aber anders. Es werden jede Menge Produktversprechen gemacht, die nicht gehalten werden. Kann ich mich bitte irgendwo beschweren?
Oder besser: drei Leute im Haus bestellen einen VDSL-Anschluß, an den sich alle andere ranhängen und alle Telefonie passiert nur noch über Funk. Dann könnt ihr euch euren Festnetzanschluß in den A… stecken.

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Ich bin schuld

Wenn die Welt dieses Jahr doch untergeht, habe ich das wahrscheinlich verbockt. Hier auf der Barnimkante stürmt es und ich habe unter Tosen auf dem Dachboden Wäsche aufgehangen. Ihr wißt ja, was dann passiert. Wenn sich einer aus dem Wilden Heer in der Wäsche verfängt, gibts Ärger. Wobei das in meinem Kopf alles im Stil eines Terry-Pratchett-Romans abläuft.

Aber ansonsten läuft alles bestens. Die Nachweihnachtsgrippe war relativ schnell überstanden. Und das, obwohl ich gelitten hatte wie ein Mann. (Also sehr.) Da ich selten Fieber habe, war dieses unter Dampf stehen ein Ereignis für mich. Aber am Neujahrstag war alles vergessen.

Ja und nun? Traditionell fange ich nicht vor dem 6. an zu arbeiten, also habe ich noch ein paar lockere Tage vor mir, in denen ich mal hier mal da pussele. Dann packe ich Kartons, schließe das Nestchen ab und schlage meine Dependance in einem Wolkenkuckucksheim-Zimmer auf Berlins höchsten innerstädtischen Hügel auf. Obwohl ich im Kistenpacken mittlerweile versiert bin, bei 5 Umsiedlungen in den letzten 8 Jahren, und mich klugerweise von vielem überflüssigen Kram getrennt habe, nervt es so langsam. Wenn es nach mir ginge, würde mich der nächste Umzug in den Süden führen, wo ich mich endgültig festzuzeln würde. Aber wie es so ist. Zu zweit zwischen einem und fünf Zimmern zu pendeln, heißt in der Regel die Entscheidung für die fünf Zimmer. Ich neige ja nicht zu Eigenbrötlertum und Fernliebe, sondern mag es eher mit flächendeckendem und umfassendem Anfassen.
Auch Bauarbeiten werden schon geplant. Diesmal ohne Verspachteln der Wände (das wäre auch zuviel Fläche). Aber ich habe noch nie einen Wanddurchbruch gemacht. Wird Zeit dafür.

Das Kind ist dieser Tage 25 Jahre alt geworden. Wahnsinn oder? Richtig erwachsen ist meine Kleine nun. Meine Midlife-Crisis habe ich auch hinter mir Und nu?
Werde ich Guru? Eröffne ich eine Beratungsstelle für unglücklich Liebende? Mache ich Mrs.-Marple-Karriere?

 

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