Einmal mit Profis! Heute: Postbank

Ich hatte vor mehr als zwei Wochen einen sehr hektischen Apothekenbesuch, nach dessen Ende die ec-Karte im Lesegerät verblieb. Man versuchte mich noch irgendwie zu kriegen, aber ich war längst weitergefahren und deshalb gaben die Leute aus der Apotheke die ec-Karte meines Postbank-Girokontos in der Postfiliale nebenan ab.
Es dauerte fast eine Woche, bis ich merkte, dass die ec-Karte weg ist und da ich selten etwas verliere, sondern eher dauerhaft und absurd verlege, blieb ich erstmal ganz ruhig und überlegte, wann und wie das passiert sein könnte.
Zwei Tage später war es mir eingefallen: Die Apotheke!
Ich rief dort an und man sagte man mir, man hätte sie in der Postfiliale abgegeben. Da der Ort des Geschehens drei Stadtviertel weiter liegt, ich in der Zeit erst gesundheitlich ziemlich angeschlagen, dann in Bielefeld und inzwischen fast 10 Tage vergangen waren, dachte ich mir, dass es beste wäre, würde mich erst einmal erkundigen, ob die nicht schon längst per Brief oder so losgeschickt worden wäre.
Nun sind Postfilialen telefonisch nicht zu erreichen. Also schrieb ich die Postbank über die Nachrichtenfunktion des Onlinebanking an. Nach drei Tagen kam die Nachricht, man werde sich kümmern und melden.
Wieder drei Tage später war ich wieder in dem Stadtviertel und dachte mir: Wenn das so lange dauert, frag doch mal in der Postfiliale nach, vielleicht wissen die was und stellte mich eine Viertelstunde in die Schlange. Der Schalterbeamte fand die Karte, sie lag noch in einem „Verloren und Gefunden“-Kistchen. Nur geben konnte er sie mir nicht. Probleme mit dem Computersystem. Die Karte existierte nicht und was nicht existiere, könne man mir nicht geben. Man hoffe, dass das Computersystem Anfang der nächsten Woche wieder funktioniere. Ich zog wieder ab.
Gestern kam eine Mail von Amazon. Eine 99-Cent-Lastschrift wäre geplatzt. Man berechne mir 6 Euro Strafgebühr. WTF? Ich schaute auf mein Konto, das zwar nicht üppig, aber ausreichend für alle Zahlungen gefüllt war. Nein, es hatte kein krimineller Spacken mein Postbank-Konto leergeräumt. Die Postbank hatte die ec-Karte kostenpflichtig gesperrt und das Konto ins Minus gebracht, ohne mir auch angelegentlich Bescheid zu sagen.
Ganz zu schweigen davon, dass nun auch noch 4,90 € weitere Gebühren für die geplatzte Amazon-Lastschriftbuchung anfallen. Zusammengerechnet macht das mittlerweile 26 € dafür, dass man mir Mails schickt, man kümmere sich.

Gehts noch?

Auch das noch:

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6 Gedanken zu „Einmal mit Profis! Heute: Postbank

  1. Überlege, diesen Text ausgedruckt in der Jackentasche mitzuführen. Wenn mir der nächste Postangestellte dann beim Paketabholen wieder die Vorteile des tollen Postbank-Girokontos schmackhaft machen möchte, händige ich eine Ausfertigung aus.

  2. Das ist die traurige Realität in diesem ach so schönen Land. Die Banken haben die Macht, die wir Bürger gerne einmal im Leben haben würden. Egal welche Bank, die Abzocke, das Chaos, die Kunde-Für-Dumm-Verkaufen-Methode geht immer weiter. Durch immer mehr Softwaresysteme werden triviale Vorgänge (die früher in der analogen Zeit mit Nachdenken und Entscheidungsfreude zu lösen gingen ) zu komplexen Selbstläufern. Für selbstbewußte Menschen mit autarker Entscheidungskraft nur schwer auszuhalten, ich weiß…

    • Ach, so verschwörungstheoretisch würde ich das nicht sehen. Das ist nur schlechtest organisierter Costumer-Service, der sich durch alle ehemaligen Postbereiche zieht. Ob DHL, Postämter bzw. Franchisenehmer oder eben die Postbank.

  3. Liebe Frau Koma,
    warum dort weiter Kunde bleiben?
    Fast alles ist besser als die Postbank .. imo.
    Grüße und toi toi toi!

    • Das verrückte ist, daß ich fast nirgendwo so treue Kundin bin, wie bei Banken und Friseuren.

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