Null Bock

Gerade eben ein Telefonat gehabt, mit einem Thema, für das ich früher jede Menge Geduld hatte:

Alle sind so gemein zu mir!
Allen geht es besser!
Jeder bekommt das, was er will! (!)
Nur ich nicht!
Und das ist bestimmt deine Schuld!
Denn an mir kann es ja nicht liegen…

Ich muss mich mehr und mehr zusammenreißen, mir das ruhig anzuhören und nicht sofort aus dem Anzug zu springen oder das Gespräch vorschnell zu beenden.
In den nächsten Wochen fallen bei mir ein paar Entscheidungen. Ich weiß, daß ich solche Telefonate nicht mehr führen will.

PS.
Ich weiß, daß mir so etwas selbst als Putze passieren könnte.
„Bei meiner Nachbarin ist der Boden viel blanker, wie macht ihre Putzfrau das?“
Ich habe nur gerade keine Kraft für so kindische Statements.

Auch das noch:

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16 Gedanken zu „Null Bock

  1. Ich lernte mal was…

    Der Typ meinte einfach nur…“Wer ist verantwortlich? Du? Ich?

  2. REPLY:
    geht bei den leuten, mit denen ich arbeite nicht. mein job ist sündenbock.

  3. Ach, diese Künsterseelen.
    Ich kenne ja nicht so viele wie Sie, eigentlich nur einen oder zwei.
    Aber die sind auch so.
    Scheint Voraussetzung zu sein für den Beruf.
    Sie Arme!!!!!

  4. Auf die Idee bin ich neulich auch gekommen: man könnte beruflich mal was mit Erwachsenen machen…

  5. REPLY:
    nein…. da sind wir schon zu dritt :-)
    (nur bei mir sind es keine telefonate ….. und ich muss auch noch meinen gesichtsausdruck unter kontrolle halten)

  6. REPLY:
    gute idee…. es sind nur leider noch so wenige übrig….ärx

  7. REPLY:
    oh, das ist noch schlimmer, definitiv. ich kann zumndest pantomimisch mit der faust auf den tisch hauen oder mit dem stinkefinger fuchteln.

  8. REPLY:
    diese offenheit und – fachausdruck – transparenz – läuft mitunter schon mit einer leichten mentalen inkontinenz parallel.
    ich hab nur momentan keinen nerv dafür…

  9. REPLY:
    jepp. mit dem, was ich in den letzten jahren arbeitsmäßig gemacht habe, könnte ich auch mit schwererziehbaren tätig sein.
    *heavyauskotzing*

  10. REPLY:
    An schlechten Tagen sag ich mir das :
    einer muss die Arbeit ja machen, ist wie bei der Müllabfuhr.

  11. REPLY:
    @croco: ach, wenn ich selbst gut drauf bin, dann lasse ich sie leer reden und wenn sie sich ausgeklagt haben, bekommen sie einen ermutigenden klaps und ein bonbon und ziehen wieder ab. im moment kann ich es aber nicht.
    @lucky: sehnse, jetzt habe ich mal richtig gejammert. falls sie nicht nur schreiben und offline speichern wollen, ab donnerstag gibt hier ein freies sofa und einen großen topf für kartoffelpüree.

  12. REPLY:
    Das ist der Grund, warum in großen Firmen der Job eines Abteilungsleiter gar nichts Anziehendes hat. Als Gruppenleiter kann man noch einigermaßen produktiv arbeiten, kann Leute lenken und ihnen auch helfen. Als Abteilungsleiter bekommt man nur mehr die Konflikte hochgespielt, die dann aufzulösen sind. Die Konflikte sind aber nicht von schlechten Eltern und es gibt praktisch nie eindeutige Lösungen.
    In Deutschland hieß das ja bei einer großen Versicherung F2. (Führungskraft 2) Und was ich da einmal bei einem Heurigen in Wien an Menschen erlebt habe, war eine grausige Zurschaustellung von absolut hohlen und miesen Typen, die man öffentlich eher aus der Politik kennt. Aber wer anderer scheint dort auch nicht in die Führungsriege aufzusteigen.
    Allerdings ist das nicht bei jeder Firma so. Aber Siemens ist z.B. ein gutes Beispiel, soweit ich Bekannten glauben darf.

  13. REPLY:
    ich habe ja nichts gegen jobs, in denen es auf konfliktlösungskompetenz ankommt.
    mein problem is, daß ich mir derzeit den a… aufreiße für meine leute und in den partien, in denen ich tatsächlich zum zuge komme auch sehr erfolgreich bin. das wird mir derzeit aber weder durch geld noch durch anerkennung vergolten. im gegenteil, da sich ein gut teil meiner klienten nicht an die derzeitigen zustände anpassen will/kann, landet der ganze frust bei mir, in der unterstellung, ich würde versagen und andere würden das sicher viel besser lösen.

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