MMM – Das Damenkleid

Das ist das erste Kleid mit dem selbst gemachten Oberteilgrundschnitt.
Damenkleid
So richtig glücklich bin ich mit der Paßform des Oberteils noch nicht, ich musste es vorn wieder sehr viel enger machen und die Balance stimmt noch nicht, das Kleid rutscht beim Bewegen nach oben und hinten (dafür kneift es nicht am Bauch oder macht Röllchen).
Damenkleid 1
Hinten bin ich zufriedener. Dort sitzt es und hat trotzdem genug Bewegungsfreiheit.
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Beim Fotografieren habe ich den schmalen dunkelblauen Gürtel vergessen, den ich kaufte, als ich mit Frau Crafteln im Lederladen in der Bergmannstraße war. Ich habe es noch nicht geschafft, Gürtelschlafen anzunähen, deshalb liegt er meist in der Schublade. Er schafft aber noch einmal eine optische gute Teilung zwischen Rock und Oberteil, so dass der cremefarbene Stoff nicht so dominiert.
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Der Rock ist wieder ein dreiviertel Teller, der durch die Änderungen am Oberteil in der Taille einen Tick zu weit war. Das habe ich mit Abnähern auf der Hüfte reguliert, die sich sehr positiv auf die Silhouette auswirken.
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Das Oberteil ist mit hellblau gefärbtem Bettwäschedamast aus meinem Quiltstofflager gefüttert. Das mattiert durchschimmernd den leicht gelbstichigen Stoff in Gesichtsnähe, zu gelb steht mir nämlich nicht.
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Azurblaue Paspeln (auch aus dem Quiltbestand) umgeben in unterschiedlicher Breite die Kanten und die Prinzessnaht.
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Der Stoff ist ein Doublefacegewebe, auf der Oberseite bedruckte Baumwolle und auf der Unterseite Synthetik, beides Mal in Satinbindung. Damit ist er robust, aber fein in der Optik, fast knitterfrei, muss nicht gebügelt werden und braucht kein Unterkleid. Am Oberkörper war mir das Baumwollfutter aber lieber, ich trage ungern Synthetik dicht auf der nackten Haut, schon gar nicht im Sommer.
Ich habe den Stoff im Winter für 3 € pro Meter beim Saisonausverkauf bei Karstadt erstanden, wahrscheinlich hat das Oma-Nachthemd-Muster für teuer Geld niemand interessiert. Ich war auch skeptisch, ob ich es so gut finde, gerade dieser Farbton lässt mich fix nach Sahnetorte aussehen. Aber der Tragekomfort siegte über die Zweifel.
Zwei Meter sind noch übrig, mal schauen, was ich daraus mache.

Und hier nun die anderen Damen vom Me Made Mittwoch (Dirndl!).

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14 Gedanken zu „MMM – Das Damenkleid

  1. Wirklich ein „Damenkleid“, ja, es ist etwas weit aber es ist ein gut gearbeitetes klassisches Kleid. Ich denke, es kann dir im Sommer bei vielen Gelegenheiten gut dienen. Du siehst auf den Fotos etwas fragend aus?
    Gruß Mema

  2. Ja, es ist tatsächlich sehr weit. Damit habe ich meinen Oberteilgrundschnitt fast ad absurdum geführt, indem ich eigentlich alles, was ich auf den Konfektionsschnitt beim Anpassen zugegeben habe, wieder wegnehmen musste. Hm, ich bin etwas ratlos. Es lag zwar etwas Figurveränderung dazwischen, aber so stark???
    Der fragende Blick resultiert aus der hektischen Fotosession kurz vorm losfahren zu einem Termin. Der Mann gab fotografierend Feedback und ich schau ihn mit „Isses so besser?“ fragend an.

  3. sehr schickes kleid!

    (ich sehe nicht, dass es zu weit ist.)
    die idee mit dem blauen innenfutter finde ich grandios. kontrastfarben gefütterte kleidungsstücke sind für mich ohnehin immer ein hingucker. ich mag solche details, auch (und gerade) dann, wenn sie nicht oder nicht gleich von außen zu sehen sind.

    deine nähkünste beeindrucken mich sehr.

    • Das Kleid steht dir sehr gut und die kleinen Mängel am Oberteilgrundschnitt lassen sich bestimmt leicht beheben. Gute Idee mit der Farbanpassung durch das Futter.
      LG
      Susanne

      PS: Ich habe mir auch deine anderen Kleider angeschaut und finde, du hast dir wirklich ein paar tolle Sachen genäht.

    • Danke! ja, Kontrastfutter mag ich sehr. (Ich hatte mal ein schwarzes Samtkleid mit Schlitz und rotem Seidenfutter, selbst gemacht, es paßte nur leider nicht richtig.)

  4. Liebe Jana,
    mir gefällt Dein Rock in dieser Form sehr gut. Er steht Dir und hat einen besonderen, eleganten Schwung. Danke für die Idee.
    Lieben Gruß
    Friederike

    • Danke schön! Das Schöne ist, er läßt sich gut nähen, dafür braucht es kaum Übung.

    • Danke! So langsam habe ich meine alte Form von früher wieder und lerne dazu, das macht mich froh.

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