Jahresrückblick

Zugenommen oder abgenommen?
Aaaaach! Fragense nich! Aber immerhin vermutete die Verwandtschaft, daß ich mein derzeit erreichtes Lebenshöchstgewicht mindestens schon zweimal in den letzten 20 Jahren hatte, was nicht so ist. Ich lag einmal 18, einmal 10 Kilo drunter. Was heißt: Du kannst wiegen so viel wie du willst, wenn du dich fett fühlst, strahlst du es aus.

Haare länger oder kürzer?
Sehr viel länger, überschulterlang. Wo ich doch jetzt in das Alter für die frische und freche Kurzhaarfrisur komme. Aber ich war schon immer antizyklisch unterwegs.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ohne Lesebrille geht so gut wie nichts mehr, ich fürchte, demnächst ist noch die Fernsichtbrille dran. Die Welt sieht derzeit so weichgezeichnet aus.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Dieses Jahr war eine Übung in Verzicht.

Mehr bewegt oder weniger?
Gleichbleibend wenig. Verharren war  meine wichtigste Übung.

Der hirnrissigste Plan?
Mit medikamenteninduziertem Muskelhartspann daran zu denken, daß ich am Avon-Frauenlauf teilnehmen könnte.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ein Gaskochfeld mit Propangasflasche in einer Einzimmerwohnung mit winziger Küche zu betreiben.

Die teuerste Anschaffung?
An einem Tag einen Mantel und Schuhe für ein Date zu kaufen. Nicht bei KiK.

Das leckerste Essen?
Selbst gemacht. Spanferkelrücken in Biersoße mit Kartoffelklößen und Bayrisch Kraut.

Das beeindruckenste Buch?
Die Neuromancer-Trilogie. (ja, ich bin ein merkbefreiter Nerd.)

Der ergreifendste Film?
Es gab nicht viele Filme in diesem Jahr. Aber es war wieder mal ein Coen-Film, True Grit.

Die beste CD?
Ach, auch für neue Musik ist nicht die Zeit.

Das schönste Konzert?
Ich war nur in einem Konzert und das war Scheiße.

Der beste Sex?
Ständig.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
…mir selbst. Ganz zweckfrei und richtungslos.

Die schönste Zeit verbracht damit…?
…zu merken, daß es für nix zu spät ist im Leben.

Vorherrschendes Gefühl 2011?
„Daß ich das noch mal erleben darf!“

2011 zum ersten Mal getan?
Einen Job, um den mich viele beneiden würden, aufgegeben, als ich merkte, ich ich für schlecht bezahlten, subalternen Kompromiß nicht gemacht bin.

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Mein Leben eng mit einem anderen verknüpft.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Es hatte alles seinen Sinn. Sogar die dreiwöchige Magen-Darm-Grippe am Anfang des Jahres.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich war in der luxuriösen Situation, bei den Dingen, die mir am Herzen lagen, niemanden überzeugen zu müssen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hingabe. Bedingungslos.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dasein. Bedingungslos.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Die Anrede „Mein Mädchen!“ Das hat nämlich schon mein Lieblings-Opa immer zu meiner Lieblings-Oma gesagt.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Laß mal das olle Ding da weg.“

2011 war mit 1 Wort…?
Neubeginn.

2007200820092010

Auch das noch:

  • Stöckchen vs. SollbruchstelleStöckchen vs. Sollbruchstelle Bevor ich hier langes Gejammer ausbreche über meine desertierte Bandscheibe, die sich als fieser, ekliger Bandscheibenvorfall mit […]
  • Kino, Kino…Kino, Kino… Der Herr Beethoven hat mich mit einem Filmstöckchen beworfen. Mich, die Ex-Cineastin. (Manchmal habe ich das Gefühl, einfach zu viel Filme […]
  • Ich wäre gern / SehnsuchtIch wäre gern / Sehnsucht diszipliniert. Täglich Sport oder wenigstens alle zwei Tage. Muckibude, Yoga, Joggen, Schwimmen. Die Welt steht mir offen. Doch zwischen […]
  • BiologieBiologie Hier der ganze Text. (via Ariadne) Und hier ein Auszug: Aber seltsam an der Geschichte war, dass ich so lernte, dass die Liebe eines […]

5 Gedanken zu „Jahresrückblick

  1. Das hört sich gut an. In verschiedenen Punkten strebe ich ein solches Jahr auch an. In anderen hatte ich es schon. Wird!

  2. Sie gehören offensichtlich zu den wenigen Menschen, die das demnächst vergangen sein werdende (hä ?) Jahr als positiv empfunden haben … Dieses ihr Glück sei Ihnen jedoch von Herzen vergönnt, Frau Kitty !

  3. Danke schön! So langsam hatte ich auchdas Gefühl, ich wäre mal wieder dran, nach dieser nicht enden wollenden blöden Zeit.

  4. ein ceranfeld mit propangas betreiben wäre noch problematischer geworden. so gesehen ist der kleine faux pas bei der mißachtung der räumlichen volumina trotz sich permanent erhöhender kohlenmonxidwerte ja wohl gerade noch mal gut gegangen …

    [nerd!]

    • Ach, dann ist das mißverständlich. Es war nämlich nicht gefährlich. Bis auf so winzige Details, daß die Küche einen halben Kubikmeter zu klein war (dafür aber ein großes Fenster und noch zwei Lüftungsschächte hatte) und mit einer Tür abzuschließen war, die aber im Keller stand.
      Meine aus den 60ern stammende Elektroinstallation ist definitiv gefährlicher.

Kommentare sind geschlossen.