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	<title>The Diary of Kitty Koma</title>
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		<title>Lebe wild und gefährlich</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:55:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich lese gerade berufshalber ein Buch. Es soll ein Hörbuch daraus werden und ich probe mit der Schauspielerin die Texte für den Trailer. Irgendwann waren wir in unserer Zusammenarbeit darauf gekommen: Erotische Literatur für Frauen, das isses. Da gibt es ziemliche Nachfrage und ein großes Angebot. Ungeheure Schmarrn zumeist, mit männlichen Helden, die aussehen, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese gerade berufshalber ein Buch. Es soll ein Hörbuch daraus werden und ich probe mit der Schauspielerin die Texte für den Trailer.<br />
Irgendwann waren wir in unserer Zusammenarbeit darauf gekommen: Erotische Literatur für Frauen, das isses. Da gibt es ziemliche Nachfrage und ein großes Angebot. Ungeheure Schmarrn zumeist, mit männlichen Helden, die aussehen, wie einer von den Chippendales und Frauen, die 45 Kilo wiegen , davon 15 auf den Brüsten und trotzdem in ihrem winzigen Körper immerfeucht riesige Geräte unterbringen, als würden sie einen Truck in einer normalen Garage parken.<br />
Und es gibt authentische Literatur. Die Geschichte einer Frau über 60, die wesentlich jüngere Männer bevorzugt. Die dazu steht, zwischen den Beinen noch äußerst lebendig zu sein. Die ihre Liebhaber, den türkischen Familienvater, seinen russischen Kumpel und den amerikanischen Nerd, annimmt wie ein Geschenk und nicht wie ein <em>must have</em>, das unbedingt zur nächsten öffentlichen Mesalliance gemacht werden muß. Die weiß, wann sich die Tür hinter diesen Männern wieder schließt und das als Bestandteil des Spiels akzeptiert. Eine Frau, die in Swingerclubs geht und erotische Massagen anbietet, für die alten Herren, die nur noch berührt werden können. Keine Traumkörper. Menschen, die qua Jungsein schön sind und Ältere, die das Leben gezeichnet hat.<br />
Ich stocke immer mal beim Lesen. <em>Das muß doch weh tun</em>, denke ich und meine damit nicht die Praktiken, das läßt sich entspannt trainieren. Aber meine Sozialisation, mein gesamtes Inneres wehrt sich dagegen, eine Frau, die Spaß hat, Sex genießt und keinen Mann dauerhaft im Haus hat, intakt zu finden.<br />
Was ist denn besser? Nach einem stundenlangen F&#8230; allein einzuschlafen oder nach stundenlangem F&#8230;ernsehen? Von Männern nur noch zu träumen, da die attraktiven, begehrenswerten, die auch noch für immer bleiben wollen, für eine 60jährige so rar wie Goldstaub geworden sind? Oder das zu nehmen, was möglich ist?  Junge Männer. Nicht für die Ewigkeit, aber für ein paar Wochen oder Monate.<br />
Ich finde das Buch garnicht sooo erotisch. Ein anderer, viel älterer Roman der Autorin, der die Sommerliebe zu einem 16jährigen beschreibt, ist wesentlich genretypischer. Ich finde das Buch lebensbejahend, mutig und kompromißlos. Ein Happy End wird es nicht geben. Aber sicher irgendwann einen anderen Anfang.</p>
<p><a href="http://www.sabasin.com/magazin/B4066-Der_Mann_der_nicht_kuesste.html">Ingeborg Middendorf: Der Mann, der nicht küßte</a></p>
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		<title>Maiglöckchen und Akelei</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 06:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Habe ich gestern aus dem Gärtchen nahe dem Oderkaff mitgebracht. Seit letztem Jahr starten wir Kinder den Garten für die Eltern, wenn der Winter vorüber ist. So richtig prickelnd ist das nicht, was da zu sehen ist. Der Teil hinter dem Sommer-Haus, den wir im letzten Mai in einer Hau-Ruck-Aktion umgraben sollten, ist genau ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe ich gestern aus dem Gärtchen nahe dem Oderkaff mitgebracht. Seit letztem Jahr starten wir Kinder den Garten für die Eltern, wenn der Winter vorüber ist.<br />
So richtig prickelnd ist das nicht, was da zu sehen ist. Der Teil hinter dem Sommer-Haus, den wir im letzten Mai in einer Hau-Ruck-Aktion umgraben sollten, ist genau ein Jahr so liegengeblieben. Einen richtigen Plan was da passieren sollte, gibt es auch nicht. Die Kraft reicht gerade noch für den Bereich unmittelbar vor der Terrasse, auf den der Blick fällt und für das, was unmittelbar im Argen liegt, nicht funktioniert oder morsch und verfault zusammenbricht.<br />
Die beiden sind Ende 60. Eigentlich kein Alter, um so abzubauen. Bei ihren Müttern kam das erst mit Ende 70, Anfang 80. Aber sie verbrauchen nun schon fast 50 Jahre ihre Energie in einer destruktiven Beziehung. Alle Kraft geht in Angenöle und Gezicke, jetzt ist nicht mehr viel über.<br />
Gestern zogen die beiden gut mit. Aha, sie können also noch. Kaum waren sie am Ende des Tages allein nebeneinaander beschäftigt, ging es wieder los. Meine Mutter mußte meinem Vater lang und breit erklären, was gerade alles unkoordinierter Blödsinn ist, an dem, was er tut. (Und ich kam nicht umhin, ihr zuzustimmen. Seine Leistung des Tages war ein halbgemähter Mini-Rasen und ein halb angeschliffenes Rosenspalier. Mein Vater dreht sich ohnehin nur um sich selbst. Semi-Asperger halt, den mußt du machen lassen.) Mein Vater regte sich im Gegenzug darüber auf, das etwas Erde die Abdeckung der Kellerfenster verstopfte. Ergebnis: Ein lautstarker Disput darüber, daß verwesende Pflanzen Erde erzeugen und wer die denn wegzumachen hätte. Wenn denn ein Tisch dagewesen wäre, hätte ich gern meinen Kopf darauf geschlagen.</p>
<p>Klar kann man sagen: Geht mich alles nix an. Das mache ich seit Jahren auch so. Aber nun, da ich mit meinem Bruderherz zusammensaß und wir ein Gespräch mit den Eltern zu ihren Alterslebensplänen vorbereiteten, fiel es mir doch auf. Jeder von ihnen verarbeitet seine negative Energie auf seine Weise. Mein Vater mit Ignoranz und Alkohol. (Für die Gefühle ist ohnehin der Herzchirurg zuständig. Seine Mutter stirbt, er braucht eine neue Herzklappe, sein Bruder sitzt dem Tod auf der Schippe, er braucht einen Herzschrittmacher.) Seine Versuche, sich fit zu halten, enden meist in heftigen Hauruck-Aktionen. Neuer Herzschrittmacher -&gt; 14 Tage später lange Radtouren.<br />
Meine Mutter kreiselt in typischer Frauenart mit Sorge für andere und Zeterschüben auf den depressiven Tiefebenen und ist gerade noch in der Lage, den Kühlschrank zu füllen und mit meinem Vater gemeinsam leerzuessen. Der Rest ist die Sorge um die Mutter im Pflegeheim, um die Katzen vom Tierschutzverein und liebevolle Gespräche mit Tieren, wie zum Beispiel der Raupe, die sich auf dem Spaten fand.<br />
Was mich gerade daran so erschüttert ist, daß wir Kinder letztlich in ein paar Jahren die mentalen Kollateralschäden dieses Lebensstils irgendwie versorgen müssen. (note to myself: Vor der eigenen Tür kehren!) Denn an Geld mangelt es dieser Generation noch nicht so. Ich frage mich eher, was passiert, wenn einer der beiden allein zurückbleibt und nicht mehr kann. Ich habe jetzt, heute, den Eindruck, mit Haltung bis fast zum letzten Tag für sich selbst sorgen, wie es meine Großmutter getan hat, geht nicht.<br />
Aber man kann sich irren. Es kann sich vieles verändern, wenn das schwarze Loch, von dem die Lebensenergie angesogen wird, verschwunden ist.</p>
<p>Ich war glücklich darüber, in der Erde zu wühlen. Wobei wir nur einen Anfang gemacht haben, da steckt noch viel Arbeit drin.<br />
Nach der Rückkehr wollten wir uns nur eine halbe Stunde hinlegen und ich wachte dann um halb sieben Uhr morgens wieder auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auf ein Neues</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 17:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
				<category><![CDATA[exkurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ok., jetzt habe ich so ziemlich alle Sicherheits-Hampeleien durch und hoffe inständig, in Zukunft von der Blog-Gonorrhoe verschont zu bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ok., jetzt habe ich so ziemlich alle Sicherheits-Hampeleien durch und hoffe inständig, in Zukunft von der Blog-Gonorrhoe verschont zu bleiben.</p>
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		<title>Sisypha</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 08:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 10 Tagen habe ich dieses Blog, meine Firmenseite, mein Alt-Blog und noch eine aus Freundschaft gehostete und betreute Seite alle zwei Tage abwechselnd platt gemacht und wieder neu aufgesetzt. Beim letzten Mal war aber auch eindeutig ich schuld. Man klickt nicht auf russische Links in Kommentaren, auch wenn sie von der re:publica handeln. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 10 Tagen habe ich dieses Blog, meine Firmenseite, mein Alt-Blog und noch eine aus Freundschaft gehostete und betreute Seite alle zwei Tage abwechselnd platt gemacht und wieder neu aufgesetzt. Beim letzten Mal war aber auch eindeutig ich schuld. Man klickt nicht auf russische Links in Kommentaren, auch wenn sie von der re:publica handeln.</p>
<p>So langsam verarbeite ich die re:publica. Zunächst war es für mich vor allem Fremde-Menschen-Gedröhne, viele fremde Menschen. Aber eigentlich sind viele garnicht so fremd. Ich hätte die Frau <a href="http://sowiealsob.blogspot.de/">Coolcat</a> gerne etwas länger gesprochen, aber das ergab sich leider nicht, wir rauschten immer nur grüßend aneinander vorbei. Auch die Frau <a href="https://twitter.com/#!/ruhepuls">@ruhepuls</a> und ich wollen uns demnächst mal mit nem Kaffee beiseite setzen.<br />
Heute schwirrt gerade ein Gespräch über Twitter, warum so wenig Frauen als Speaker unterwegs waren. Quintessenz scheint zu sein: Eigentlich ein Problem, aber &#8230; wir wollen das garnicht. Wir haben und lieber gegenseitig ganz doll lieb und bleiben in der Reserve, könnte ja sein, daß uns jemand doof findet. (Ich hab das jetzt mal ein bißchen überspitzt.) Mädels, das kann doch nicht euer Ernst sein?<br />
Jemand wie <a href="http://re-publica.de/12/person/cindy-gallop/">Cindy Gallop</a> super finden, aber selber nicht mal zu nichtpornösen, ganz braven Themen die Zähne auseinander bekommen? (Ok., kochen. Kochen geht grade noch.)<br />
Meine Schlußfolgerung aus den Panels, die ich gesehen habe war: Kitty, nächstes Jahr würdest du ganz gern sprechen. Dein Berufsthema paßt nämlich ganz gut rein. Du hast das gleiche moderne Wissen, wie die kleinen Fohlen, die ihre Semesterarbeit präsentierten und dazu noch eine Menge Erfahrung. Und dazu kommt noch ein ernst gemeintes Angebot: Eine Stunde Training vorher bei mir für jede Frau, die Angst hat, da oben zu stehen und ihre Meinung sichtbar zu vertreten. Zeigt euch, statt Deko zu spielen.</p>
<p>In der Wohnung nähern sich die Bauarbeiten dem Ende. Zeit wirds, es zog sich durch die zweimal eine Woche Unterbrechung, einmal, weil ich krank war, einmal durch die re:publica. Es gibt eigentlich nur noch drei Orte auf den 135 qm, wo man sich entspannt aufhalten kann: Die Badewanne, das Bett und die Küche. Überall klebt Mörtelstaub. Und aus einem simplen zugemauerten Türdurchbruch kamen über eine Tonne Mörtel und Ziegelsteine zum Vorschein. Auf weiteres haben wir verzichtet. Wir hätten für die Träger quer durch einen scheitrechten Bogen schlitzen und noch mal mehr als anderthalb Tonnen Schutt produzieren müssen.<br />
Ich habe derzeit meine Lieblingsbeschäftigung: Putz an die Wand bringen. Der Graf zog vorgestern die scharfen Höschen an und bewegte die muskulösen Marathonbeine drei Stunden jeweils vier steile Stockwerke rauf und runter, bis die Tonne Schutt im Hänger eines Entsorgers verschwunden war. Gestern hatte er dann einen Gang, als hätten ihm die Jungs von Moskau-Inkasso mit einem Baseballschläger in die Kniekehlen gehauen.</p>
<p>Was ich vermelden kann, ist eigentlich nichts Neues. Aus mal ein paar gute Tage haben, ist mal ein paar schlechte Tage haben geworden. Das ist ein Riesenfortschritt. Aber ich muß mich damit anfreunden, daß meine Arbeitsfähigkeit nie wieder richtig zurückkehren wird. Zu einem Teil habe ich mich angepaßt. Ich arbeite ohne Multitasking und muß nicht mehr ständig planlos Feuerwehr spielen. Aber als Zeitlimit ist momentan 15 Stunden die Woche gesetzt. Mehr geht definitv nicht. Vielleicht können es 20 werden. Was, bei reiflicher Überlegung, zur Konsequenz hat, daß ich mich um einen Versehrtenstatus bemühen müßte, wenn ich diese Einbuße an Erwerbsfähigkeit nicht auf des Grafen und meinem Rücken allein kompensieren würde. Invalidin an der Medienfront sozusagen. Narf.</p>
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		<title>Austrudeln</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 20:20:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gestern gab es noch einen Nachklapp. Ein Treffen mit Frau Fragmente und der Besuch der Geburtstagsfeier eines Ex-Bloggers. Ich bin immer noch etwas platt. Sozialising ist ja nicht so meine Sportart. Kinners, deshalb geht es hier erst morgen weiter. PS. In einem weiteren Leben werde ich Maurer. Das ist wie mit Modderpampe spielen, das habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern gab es noch einen Nachklapp. Ein Treffen mit Frau Fragmente und der Besuch der Geburtstagsfeier eines Ex-Bloggers.<br />
Ich bin immer noch etwas platt. Sozialising ist ja nicht so meine Sportart. Kinners, deshalb geht es hier erst morgen weiter.</p>
<p>PS. In einem weiteren Leben werde ich Maurer. Das ist wie mit Modderpampe spielen, das habe ich als Kind schon supergern gemacht. (Woran man merkt: Der Türdurchbruch ist im Endstadium angelangt.)</p>
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		<title>Ich also jetzt auch me too</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 20:22:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jahrelang hab ich so ein bißchen skeptisch mitgelesen, daß sich die anderen auf einem Ding namens re:publica trafen. Vor allem blieb mir in Erinnerung, daß ix da eine Begegnung mit Analog-Käse hatte. Jetzt war ich also auch dabei und hab den ersten Tag schon überlebt, wenn auch mit einem morgendlichen soziophobischen Anfall. (&#8220;Muß ich da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jahrelang hab ich so ein bißchen skeptisch mitgelesen, daß sich die anderen auf einem Ding namens re:publica trafen. Vor allem blieb mir in Erinnerung, daß <a href="http://wirres.net/">ix</a> da eine Begegnung mit Analog-Käse hatte.<br />
Jetzt war ich also auch dabei und hab den ersten Tag schon überlebt, wenn auch mit einem morgendlichen soziophobischen Anfall. (&#8220;Muß ich da jetzt hin??? Da sind doch Fremde!!!&#8221;)<br />
Aber alles war fein. Ich lernte viele Menschen kennen, die ich seit Jahren nur von der Schrift kenne und sah viele alte Bekannte.<br />
So eine Veranstaltung ist schon witzig, weil wir alle immer noch Pioniere sind. Ausnahmsweise dürfen nicht die Alten aus dem Nähkästchen plaudern, sondern Studenten und langjährige Profis haben den gleichen Erlebnishorizont. Sagt, was ihr wollt, für mich ist das hot.</p>
<p>Ich wäre  noch gern mit <a href="http://fragmente.twoday.net/">Fragmente</a> und <a href="http://sowiealsob.blogspot.de/">Coolcat</a> Pizza essen gegangen (bzw. Polenta, die gibts nämlich im Il due Forni), aber meine Füße gingen auf einmal auseinander wie eine Luftmatratze und ich radelte mit letzter Kraft nach Hause.</p>
<p>Morgen habe ich blöderweise genau zum Auftrittstermin der Frau Kaltmamsell einen unverschieblichen Arzttermin. Wie schade! Aber davor und danach bin ich wieder mittendrin.</p>
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		<title>Der Montag, der kein Montag ist</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Mental ist heute Montag, nach dem langen Wochenende mit Brückentag. Irgendwie rauscht gerade mal wieder alles Staccato vorbei. Am Freitag ein langes Gespräch mit einer Bekannten, aus dem ich im Nachhinein erstaunt herausging. Durch die Gnade des späten Studiums sind mir viele viele ungute Ostfilzverwicklungen erspart geblieben. Die Umarmungen der Genossn, die gerade ihr Schäfchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mental ist heute Montag, nach dem langen Wochenende mit Brückentag. Irgendwie rauscht gerade mal wieder alles Staccato vorbei.<br />
Am Freitag ein langes Gespräch mit einer Bekannten, aus dem ich im Nachhinein erstaunt herausging. Durch die Gnade des späten Studiums sind mir viele viele ungute Ostfilzverwicklungen erspart geblieben. Die Umarmungen der <em>Genossn</em>, die gerade ihr Schäfchen und die SED-Millionen ins Trockene brachten und Mannschaft brauchten, hatte ich Anfang 1990 instinktiv abgelehnt. Wer weiß, vielleicht wäre ich ansonsten auch in der PR-Agentur des Mannes gelandet, dessen Vater, ein bläßlicher, sächselnder Showmaster, bis zum Anschlag in jedem Funktionärsarschloch gesteckt hatte. Der Appel fällt nicht weit vom Stamm. Papa moderierte die Galaveranstaltung zum runden Republikgeburtstag, Sohnemann organisiert das live im Fersnehen übertragene Event zu 20 Jahre Mauerfall.<br />
Glück gehabt. Ich muß mich mit solchen Themen nicht auseinandersetzen.</p>
<p>Dann Hitze und Birkenpollen und am Montag der Versuch, 40kg Putzmörtel ohne Auto (ist beim TÜV) aus dem Baumarkt nach Hause zu transportieren. Der Hackenporsche wollte nach 20 Metern nicht mehr. Das per Taxi-App herbeigerufene Taxi hielt auf der anderen Seite der Ostseestr. an der falschen Hausnummer. Das sind 50m Distanz, so richtig wollte Taxi-Bodo mit dem grauen Schnauzbart nicht kapieren, warum die Fahrgäste nicht zu ihm  kommen, er aber zu den Fahrgästen gerufen wurde. Noch angepißter war der gute Mann, als er sah, daß Gepäck zu verladen war. Er stellte sich mit Bandscheibenvorfall-Gesichtsausdruck daneben und wir wuchteten die Tasche inden Kofferraum. Er schaffte es gerade mal, seine Umhängetasche aus dem Weg zu räumen. Trinkgeld konnte der sich woaanders holen.</p>
<p>Gestern war re:publica-Vorglühen. Die <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/">Frau Kaltmamsell</a>, <a href="http://www.rettet-das-mittagessen.de/blog/">Sebastian, der Mittagesser</a>, der <a href="http://notquitelikebeethoven.wordpress.com/">Herr Beethoven</a> und Miz Kitty trafen sich zum Frühstück in Kreuzberg, umgeben von mehreren Ringen gelangweilter Polizisten. Wohl 4 Stunden saßen wir plaudernd zusammen, dann pickte mich der Graf auf und wir gingen zu einer Finissage, die keine Vernissage hatte, weil die Bilder nur einen Tag hingen, in die Wallstreet One-Gallery. <a href="http://www.findel.net/">Matl Findel</a> stellte eine Fotoserie aus, die er auf dem Eis der Rummelsburger Bucht gemacht hatte. Eine angenehme Abkühlung war das.<br />
Der Nachmittag mutierte zum inoffiziellen S.R.A.L.-Treffen. Die Gruppe gibt es seit fast 7 Jahren nicht mehr (was man auch an der <a href="http://www.sral.net/">Old-School-Website</a> sieht), der Zusammenhalt ist aber immer noch da.<br />
Dann kam  ein Gewitter und der Graf und ich machten kurz Station im <a href="http://www.qype.com/place/16574-Cafe-Chagall-Berlin">Chagall</a>, der letzten Bastion des alten Prenzlauer Berg, und genossen den verdunstenden Regen. Auf dem Weg nach Hause dann das Kontrastprogramm <a href="http://www.qype.com/place/129156-focacceria-Berlin">La Focacceria</a> mit von ihren blöden Nervblagen ferngesteuerten Eltern, die den ganzen Betrieb mit hysterischen Sonderwünschen unterhielten und aufhielten: &#8220;Das ist scharfe Salami! Das haben Sie uns nicht gesagt! Das ißt meine Tochter nicht!&#8221;<br />
Kommentar des Grafen: Manchmal möchte ich Kinder-Ex ausstreuen&#8230; Full ack.<br />
Dann noch schnell Wäsche waschen und etwas Content in  die <a href="http://barnimkante.com/">Barnimkante</a>-Site packen</p>
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		<title>Sommerattacke</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 09:38:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Tag heute hatte es wirklich in sich. Hier oben  herrschte morgens immer noch exquisite Kühle und reine Luft, der gelbe Nebel waberte unten. Aber kaum stand ich auf der Straße, schlugen sie beide zu. Birkenpollen und Hitze. Mit einem BMI von, ach das wollnse garnicht wissen&#8230; ist ab 25 Grad Ausnahmezustand. Kein schlechtes Zeichen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag heute hatte es wirklich in sich. Hier oben  herrschte morgens immer noch exquisite Kühle und reine Luft, der gelbe Nebel waberte unten. Aber kaum stand ich auf der Straße, schlugen sie beide zu. Birkenpollen und Hitze. Mit einem BMI von, ach das wollnse garnicht wissen&#8230; ist ab 25 Grad Ausnahmezustand. Kein schlechtes Zeichen, jetzt mal endlich was dagegen zu tun. Und gegen die Birkenpollen half in dieser Konzentration nicht mal mehr der schulmedizinische Hammer von vor 10 Tagen und das Brutalo-Nasenspray-Rezept lag auf meinem Schreibtisch. Argh! Was ich an Flüssigkeit in mich reinkippte, lief zur Nase wieder raus.<br />
Wir kämpften uns durch Touristenherden an den Bahnhof Friedrichstraße. Heute war wirklich alles dabei. Bierbikes angetrieben von Menschen mit tätowiertem nacktem Oberkörper, Hüftwabbel inclusive, die üblichen westdeutschen BildungstouristInnen, weiblich, mit grauer, praktischer Kurzhaarfrisur, vollkommen paralysiert im Großstadtverkehr herumstehend, Mehrgenerationenfamilien aus Sachsen-Anhalt in praktischer Funktionskleidung, schick gekleidete Spanierinnen und Italienerinnen und eben ab und zu so gernervte, etwas eilige Ureinwohner wie wir.<br />
Wir wollten zu einem Copyshop, um unsere Label-T-Shirts für die re:publica fertigmachen. Der Graf hatte mir gestern ungefähr drölfzigmillionen Schriften gezeigt, die jeweils dritte war es. In der Stunde im Copy-Shop entstanden kleine Wunderwerke, die uns nächste Woche die Vorstellung ersparen, ein gutes Soziophobikertool.<br />
Dann schlenderten wir weiter Richtung Haus der Kulturen der Welt. An dieser Bar am Spreestrand lagerten die Menschen dicht an dicht. Es sah aus, wie ein Pinguinkolonie. Dazu lief Kirmes-Techno. Gleich daneben hatten junge Leute eine Botschaft. Ein Tüp rappte von Gott und hielt ein Buch in der Hand. In der Kürze der Zeit konnte ich leider nicht erkennen, ob es der Koran oder die Bibel war und aus seinen Worten ging es auch nicht hervor. Seine Groupies, ca. ein halbes Dutzend, waren übrigens durch die Bank dicke Emo-Mädchen.<br />
Am Zollpackhof ging es dann nach einer kurzen Stärkung zurück in Richtung Mitte, wurde auch Zeit, denn meine Taschentücher wurden knapp.</p>
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		<title>Wieder dieses Mistvieh!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 09:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
				<category><![CDATA[exkurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Server plattgemacht. Neu aufgesetzt. Jetzt sollte Ruhe sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Server plattgemacht. Neu aufgesetzt. Jetzt sollte Ruhe sein.</p>
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		<title>Na das wars dann</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 22:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kitty</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Woche hatte es mich einfach rausgehauen. Mit Fieber, Husten und Nasennebenhöhlenentzündung. So langsam geht es wieder, wenn auch mit Ruhepausen. Die Wohnung gleicht noch immer einem Campingplatz, überall steht herausgeräumtes Mobiliar, denn durch meinen Husten haben wir erst einmal vermieden, Staub aufzuwirbeln. Währenddessen haben wir mal nach Angeboten gesucht, wer denn den Stahlträger einbauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche hatte es mich einfach rausgehauen. Mit Fieber, Husten und Nasennebenhöhlenentzündung. So langsam geht es wieder, wenn auch mit Ruhepausen.<br />
Die Wohnung gleicht noch immer einem Campingplatz, überall steht herausgeräumtes Mobiliar, denn durch meinen Husten haben wir erst einmal vermieden, Staub aufzuwirbeln.<br />
Währenddessen haben wir mal nach Angeboten gesucht, wer denn den Stahlträger einbauen könnte. 3 Leute meldeten sich bei MyHammer. Der Laden Nr.1 wollte gleich einen Sack voll Goldtaler und fünf Kamele. Zwei andere wollten sich die Sache erst mal ansehen.<br />
Laden Nr.2 machte einen Besichtigungstermin für Samstag mittag. Niemand kam. Als wir am frühen Abend alle verfügbaren Nummern durchklingelten, ging auch niemand ans Telefon. Am späten Abend kam dann eine Mail, der Bauleiter hätte auf der Fahrt nach Berlin einen Unfall gehabt, man wolle sich melden, so bald man wisse, wie es ihm ginge und wie es weiterginge. Da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob ich mir wünsche, daß das eine dumme Ausrede war. Blöd, weil die hatten super Referenzen und anständige Preise.<br />
Laden Nr.3 haben wir selbst angesagt. Unterirdische Bewertungen mit pampigen Gegenreaktionen der Firma und Referenzen lediglich auf dem Gebiet Maler- und Gartenarbeiten und Fliesenlegen. Da können wir das auch selbst machen.<br />
Heute war dann ein Bauingenieur da, mit dem der Graf mal gearbeitet hat. Ok., der hat dann den bosnischen Superman revidiert. Keine tragende Wand, sondern eher eine zusätzliche, etwas überdimensionierte Querversteifung, es ist ja ein altes Eckhaus. Also nix mit vorher abstützen, sondern &#8220;nur&#8221; schlitzen auf beiden Seiten und dann durchschrauben. Hat uns die Trägergröße aufgeschrieben, Gott sei Dank nur zweimal I, nicht H, was nicht so ein Problem beim Heben wird.<br />
Dem Grafen ist übrigens schon ganz schlecht und ich habe das Gefühl, er muß sich dringend mal betrinken gehen. Er ist doch so eher der Typ Uhrmacher. Bauarbeiten sind ihm einfach zu grobschlächtig.</p>
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