Das schöne

am allein zu Hause rumhocken ist, daß man zu Sachen kommt, die man ewig vor sich hergeschoben hat. Ich ersetze jetzt mal „man“ durch „ich“.
Ich habe heute Kündigungen verschickt. Für zwei Fahradversicherungen, deren versicherte Objekte längst im Nirvana rollen. Ein Mieterschutzportal, in das ich mich vor Jahren zweimal eingeloggt habe und von dem ich einmal den fachlichen Rat bekommen habe, ich solle doch bitte einen Anwalt konsultieren (Danke!). Drei Zeitungsabos, weil ich in X-Berg eh nicht zum regelmäßigen Tagesspiegel-Lesen komme, eine Fernsehzeitung nicht mal mehr beruflich brauche, sie nur noch aus Sentimentalität (Milchstraßenrevolutionäre) und wegen der letzten Seite vom Kalkofe behalten habe und die Zeit, weil sie von vier Wochen nur drei kommt. Aber letztere buchen scheinbar nicht mal mehr ab. Hm. Im Überschlag spare ich an den Zeitungen 500 € im Jahr. Blogs sind doch die bessere Alternative zum Journalismus. Sie sind basisdemokratische Unterhaltung und Information auf Gegenseitigkeit.
Es ist sehr befriedigend, wenn der Berg, den ich vor mir herschiebe, schrumpft und ich trotzdem nicht das Gefühl habe, zuviel zu arbeiten.

Und noch etwas ist schön: Ich habe viel Lust, zu bloggen.

Auch das noch:

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4 Gedanken zu „Das schöne

  1. Der Giovanni scheint tatsächlich kein Verhältnis zum Geld zuhaben; ich kann zwar mit Deiner eine-auf-vier-Ausgabe-Frequenz nicht mithalten, bekomme aber auch in großen Abständen mal keine, reklamiere dann mit der Bitte um Abo-Verlängerung um eben diese Nummer, bekomme eben diese Nummer dann gar nicht selten am Mittwoch vor dem ZEIT-Donnerstag nachgeliefert, aber trotzdem nicht in Rechnung gestellt… Die essen Pasta mit grünem Pesto in hamburg und streuen billigen, am Küchenboden zusammengelehrten Parmesan drüber. Und saufen Butter-Lindner-Prosecco dazu… Wetten?!

    Und: An der Milchstraßen TV-Spielfilm stören mich vor allem diese Photoshop-Busenwunder. Aber die Courage sie abzubestellen, hatte ich noch nicht. Gelobe Besserung…

  2. REPLY:
    naja, ich sehe kaum noch fern, was soll ich dann mit der zeitung. sie fliegt, bis auf die kalkofe-seite ungelesen, in den müll. wobei ich sie nach wie vor für das beste halte, was es am markt gibt.
    das mit den photoshop-busenwundern amüsiert mich eher. schon weil man selbst sehr prominente frauen darauf nicht erkennt. das soll denen einer mal nachmachen. es gab vor langer zeit mal einen längeren artikel darüber. da sagten sie, sie hätten experimentiert (was mir auch wirklich erinnerlich war) – mit verschiedenen hintergründen, männern, anderen bildausschnitten. hat alles nichts gebracht. da sie von einem großen teil impulskäufe leben, muß eine spärlich angezogene dame auf dem bild sein, die titten im unteren bilddrittel und der hintergrund blau. alles andere verkauft sich nicht.

  3. REPLY:
    …ach ja, die haben wirklich Tests gemacht?! Aber der Wiedererkennungsfehler ist mir schon oft unterlaufen, stimmt…

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