15.01.2019

Heute morgen beim Aufstehen klopfte es und die Spedition stand (ohne die gebuchte Ankündigung) vor der Tür. Aber der Fahrer hatte es nicht so eilig und netterweise fuhr er die Palette sogar noch bis in den großen Salon. Das Ofengeschwader hat Verstärkung bekommen. Diesmal von so einer Schönheit.

Ich hoffe, er funktioniert so gut, wie er aussieht.
Versucht Kaffee zu kochen, am streikenden Temperatursensor der Maschine gescheitert. Erstmal das Herrenzimmer geheizt, damit die Kaffeemaschine eine warme Platine bekam.
Dann trotz langsamem Internet versucht, eine Website zu bearbeiten, was aber scheiterte und ggf am inzwischen veränderten Passwort liegen könnnte.
Einen Berg Arbeitssachen gewaschen und aufgehangen.
Etwas Gipskarton mit Rauhputz (Rauhputz, ein Verbrechen an der Menschheit) von der Flurwand gebastelt. Es kam solides Fachwerk und eine Ausfachung mit Lehmziegeln zum Vorschein.
Burger gemacht.
Wald Königsberger Marzipan gegessen.
Es regnet und stürmt immer mal und ist eigentlich warm.

14.01.2019

In Berlin gewesen. Die Hinfahrt war Drama. Es ging schon in Bassendorf mit waagerechtem Schneesturm los und setzte sich auf der Autobahn so fort.
In Berlin geputzt und mit dem Grafen die Sitze für den Transporter aus dem Keller geholt. Ich hatte völlig vergessen, wie schwer die vordere Sitzbank ist.
Indisch gegessen. Es ist in diesem Restaurant jedesmal völlig zufallsgesteuert, wie scharf das scharfe Essen ist. Mal kaum eßbar, mal viel zu mild. Wahrscheinlich liegt es an unterschiedlichen Köchen.
Besuch vom Schornsteinfeger gehabt, der in Plauderlaune war. Komisch, vor jemand zu stehen, der einen schwarzen Anzug und Zylinder trägt.
Die Rückfahrt war ruhig, mit Mondschein und klarer Kälte.

12.01.2019

Der verregnete Tag begann mit Herumräumen und -basteln in der Scheune. Wieder einmal gab es einen thermischen Effekt: Bohre nicht (nicht ich, der Graf) in Plastik, wenn es kalt ist, es zerspringt wie Glas.
(BTW Das sind die zwei häufigsten Sätze des letzten Jahres: „Oh, das muss was Thermisches sein!“ und „Dieses Mistvieh!“.)
Dann hübschten wir uns, ich legte Parfüm und Blingbling auf und an und wir fuhren nach Rostock, weil der Graf eine Einladung hatte und mich mitnahm. Erst Kaffeerunde von Menschen mit alten Häusern, dann WinterSerenade in der östlichen Altstadt.
Es war von allem etwas dabei. Orgelmusik in der säkularisierten Kirche, Harfe und Xylophon in der Musikhochschule, Schubert-Lieder in der Kellerbar (die ich begeistert mitatmete, hatte ich einige doch schon selbst gesungen, nicht gut, aber bemüht) und Vivaldi spielende musikalische Wunderkinder im Harley Davidson-Laden. Es war knallvoll, erfrischend, unverschnippt und liebevoll organisiert.
Dann ging es heimwärts zu einem Topf Suppe.

10.01.2019

Es regnet zwar nicht mehr, war aber kalt. Sämtliche Pläne, um die Mittagszeit nach Rostock in den Baumarkt zu fahren, werden verschoben. Heute war Ofenhocken und Büro angesagt.
Um die Mittagszeit kam der Paketbote mit einer Rohrschelle, Rührschüsseln und einem 44seitigen Pultordner, auf dass ich Belege sortieren kann.
Den überwiegenden Teil des Tages verbrachte ich damit, für eine Freundin zu recherchieren, was wie und wieviel für einen Minijob an wen gezahlt werden muss. Es ist nicht nur speziell, sondern total bekloppt. Als ich vor 20 Jahren Lohnabrechnungen für die Sekretärin und die Auszubildende machte (der Steuerberater meinte, für 2 Angestellte lohne sich das für ihn und für mich nicht), füllte ich einen Zettel aus, schickte ihn an die Krankenkasse und bekam einen Brief zurück, was ich zahlen muß. So richtig erinnere ich mich nicht mehr, aber ich glaube, so einfach war das. Heute gibt es drölfzig schräge Berechnungsweisen und das online-Tool (Papier geht angeblich garnicht mehr) für die Anmeldung für Leute, die keine Großfirma sind und das auch nicht vom Steuerberater machen lassen, ist ein schlechter Witz. Ich verstehe nicht, warum alle über „Elster“ meckern. Gegen svnet ist das super komfortabel.
Nachdem ich stundenlang das Wissen aus allen Ecken des Netzes zusammen geklaubt hatte, dröhnte mir der Kopf.
Kleiner Exkurs: so richtig funktioniert das mit dem aufs Land ziehen wirklich nur durch das Internet. Einkaufen ist nicht mehr so kompliziert, Wissen und Informationen besorgen ist auch einfach. Ohne das wäre es ein Rücksturz um 60 Jahre, wo die abonnierte Zeitung und das Fernsehen die Informationen aufbereiteten und aus dem Katalog bestellt wurde.
Am Abend lief der Fernseher, der zweite Wetter-Brennpunkt auf der ARD in dieser Woche zeigte super Schnee in Berchtesgaden. So wie es der soziale Vater des Kindes aus seiner Kindheit dort kannte und auch das Kind noch ein paarmal erleben konnte. Nasser Schnee ist übrigens super für Schneehöhlen bauen. Ich sah auch Bilder aus Carlsfeld im Erzgebirge, die so aussahen wie in dem Skiurlauben meiner Kindheit. Unverständlich, warum da immer von Katastrophe die Rede war. Aber unter dem geht Wetter heute nicht mehr.