Maulfaul

Momentan wird das nix mit Bloggen. Ich habe zwar ein paar Artikel begonnen, aber wegen moralinsauren Grundgeschmacks verworfen.
Ansonsten hat sich meine Grippe prima aufgeteilt. Vor vier Wochen nur das k.o.-Syndrom, jetzt Husten, Rotz und Halsschmerzen, verbunden mit der Produktion grünlichen Schleims. Ich könnte mich für Geld als Alien sehen lassen.
Es wird Frühling und dazu habe ich eine Woche voll Premieren. Nett mit dem Sektgläschen in der Hand rumstehen, statt mit rudirentierroter Nase im Bett zu verschwinden, ist nicht witzig.
Menno!

Außerdem hab ich nichts anzuziehn.

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Der Preis der Freiheit

Bei den ganzen Eva-H.-Diskussionen habe ich immer mal eingeworfen, daß mir zwar die Haltung der Frau piefig und vorvorgestrig erscheint, das Thema aber heiß ist.
Ich stolpere in der letzten Zeit immer wieder über Fakten, nach deren Begutachtung ich das Gefühl habe, eine soziale Veränderung tut not. Sicher wird es sich um nichts so Revolutionäres wie sozialen Konsequenzen von 68 handeln, die momentan in jeder Zeitschrift auf die Person des barbrüstigen Fräulein Obermeier oder des spiddeligen, nur kopfbehaarten Langhans-Bürschchens und die Legenden von „Jeder mit Jeder“ reduziert werden.
Ich habe das Gefühl, unsere sozialen Verhältnisse und ihre Konsequenzen müssen in unseren moralischen Vorstellungen und dem daraus folgenden Handeln ankommen.
Die einzige soziale Moral ist derzeit, daß es keine Moral gibt. Es gibt zwar eine kritische Bewegung, die sich mit unserem Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen auseinandersetzt, zum Teil werden moralische Fragen zu Managermoral gestellt (das scheint jetzt sogar in den Chefetagen anzukommen).

Wußt ichs doch

Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich es lesen soll.
Aber die Verfasserin war mir einfach zu pseudohip. Pseudo, weil ich es doch etwas schwach fand, daß Karriere der Dame so recht in Gang kam, als sie mit ihrem Chef liiert war und auch später der Ehemann als ihr Produzent in Erscheinung trat.*
Dann war da noch was anderes: ich hatte eine Schulfreundin, die so ähnlich aussah und die roch nasenbetäubend, nach Katze, Achselschweiß, Mumudunst und drübergepantschtem Deo aus dem Intershop, Impuls oder so, später trug sie weißen Reif von ökoligisch korrektem Deostein unter den Achseln. Nachdem ich das las, wußte ich, das Buch kann ich mir sparen. Das habe ich damals schon alles an dieser Freundin gerochen, die ebenfalls eine Berufsprovokantin war und unbedingt berühmt werden wollte. Sie hat es nur leider nicht geschafft.

*Was ich auch der Schauspielerin P. übelnahm, die so ziemlich alles an Regisseuren mitnahm, was karrieretauglich erschien und letztlich in Hollywood sogar mit Frodo anbändelte…

Veröffentlicht unter Leben